Erklärung der SPD-Zorneding zum Windkraft-Projekt im Ebersberger Forst
12.11.2011 von Werner Hintze
Die SPD Zorneding bedauert das erneute Einknicken der CSU-Bürgermeister aus Anzing, Vaterstetten und Zorneding vor einer lautstarken Minderheit.
Wie die Presse ausgerechnet am 11.11. berichtete, haben sich die drei auf einen Beschlussvorschlag geeinigt, nach dem auf ein Windrad verzichtet und die übrigen um 500m tiefer in den Forst verschoben werden sollen.
© SPD ZornedingDie Herren übersehen dabei völlig, dass die große Mehrheit der Bevölkerung nicht nur die Energiewende befürwortet, sondern auch genügend Charakter aufbringt, die damit verbundenen Belastungen nicht nur auf andere abzuschieben.
Der Verzicht auf das 6. Windrad ist ebenso überflüssig wie die Verschiebung um weitere 500m in den Wald hinein. Wer an der Informationsfahrt des Landkreises teilgenommen hat, weiss, dass ein Abstand von 1000m zu Wohnhäusern gut bemessen ist - weniger als kein Geräusch ist nicht erzielbar.
Das verbleibende Restproblem mit einem möglichen Schattenwurf auf Wohnhäuser an wenigen Stunden im Jahr ließe sich auch vertraglich in den Griff bekommen, indem man die Anlagen dann vorübergehend stilllegt.
Die Verschiebung tiefer in den Wald würde das Projekt insgesamt gefährden und einen negativen Präzedenzfall schaffen. Verzicht auf ein Windrad bedeutet auch Verzicht auf Reduzierung der CO2-Belastung durch fossile Energieerzeugung.
Die 'Haltung' der CSU, insbesondere in Vaterstetten, passt nahtlos zum Vorgehen der derzeitigen Staatsregierung. Sie hätte es als Eigentümer der Staatsforste in der Hand, selbst über die Aufstellung der Windkraftanlagen zu entscheiden. Stattdessen wälzt sie die Verantwortung unter dem Deckmantel 'Einvernehmen' auf die Gemeinden ab - ein Gedanke, der ihr völlig fremd ist, wenn das Thema die Gemeinden wirklich belastet.
Die Fraktion der SPD Zorneding ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und befürwortet das Projekt - und zwar in seiner ursprünglichen Ausprägung.
Sie fordert alle Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Gemeinden auf, sich dieser Haltung anzuschließen.