Spotlight auf die Gemeinderatssitzung vom 26.01.2012
28.01.2012 von Werner Hintze
Bald sicher über die Umgehungsstraße
Mit einem kompakten Vortrag konnte Jochen Werner, seit einiger Zeit Sprecher des Arbeitskreises Verkehr, den Gemeinderat überzeugen, möglichst bald für Fußgänger, Jogger und Radfahrer eine eigene Querungsmöglichkeit neben der "Penny-Kreuzung" zu schaffen.
Wir erinnern uns: Im November 2010 passierte erneut ein schwerer Unfall an der Kreuzung der Baldhamer Straße mit der Umgehungsstraße, leider mit tödlichen Folgen.
In der Hoffnung, dieses Mal nicht auf taube Ohren zu stoßen, nahm der AK Verkehr der Agenda 21 für Zorneding den Unfall zum Anlass für einen weiteren Verbesserungsvorschlag.
© Agenda 21 für Zorneding - AK VerkehrDie neue Lösung sieht vor, dass für die Fußgänger zwischen dem Penny-Parkplatz und der Firma Motomobil ein eigener Weg gebaut wird, der sie im Vorfeld der Kreuzung an die Umgehungsstraße führt. Dort sollen sie auf eine Querungsfurt treffen, die ihnen mit einer Verkehrsinsel ein sicheres Überqueren der Staatsstraße ermöglicht.
Das bietet eine Reihe von Vorteilen:
Man braucht jeweils nur auf den Verkehr aus einer Richtung zu achten.
Die Autos fahren von Süden kommend langsamer auf die Kreuzung zu.
Die Kosten für die Maßnahme sind vergleichsweise niedrig.
Der Vorschlag kann rasch umgesetzt werden und funktioniert auch dann, wenn die Kreuzung bei weiter wachsendem Verkehr ausgebaut werden sollte.
Das für die Staatsstraße maßgebliche Straßenbauamt in Rosenheim hat bereits Zustimmung signalisiert, ebenso die Polizei. Damit der Gemeinderat die Umsetzung endgültig beschließen kann, fehlt nur noch die einvernehmlich gewünschte Kostenabschätzung durch die Gemeindeverwaltung.
© Agenda 21 für Zorneding - AK VerkehrFortschritte am Herzogplatz
Bereits einen Monat, nachdem darüber beraten worden war, lag dem Gemeinderat eine überarbeitete Planung für die "Mehrgenerationenwohnanlage" am Herzogplatz vor.
Die dieses Mal gut lesbaren Plankopien zeigten - zumindest für das Erdgeschoss - überwiegend barrierefrei angelegte Wohnungen.
Der Außenbereich wurde deutlich umgestaltet:
- Zwischen der Oberen Bahnhofstraße und dem Herzogplatz soll nun ein eigener Fußweg neben der Rampe angelegt werden - ein lang gehegter Wunsch der Anlieger.
- Anstelle der vorher geplanten Tiefgarage mit einer problematischen Zufahrt ist jetzt ein zweigeschossiges Parkhaus vorgesehen, dessen obere Parkebene direkt aus der Oberen Bahnhofstraße angefahren werden kann. Die untere Parkebene entspricht dem bestehenden Parkplatz, deutlich verkleinert; auch die Rampe bleibt wie bisher. Das Parkhaus verschwindet optisch zur Hälfte im Boden und ermöglicht mehr Grünflächen.
Dem Antrag auf Vorbescheid wurde angesichts der alles in allem gefällig wirkenden Planung mit großer Mehrheit zugestimmt.
Lärmschutz an der Bahn rückt näher
Hoffnung keimt auf: Kurzfristig legte die Deutsche Bahn AG verschiedene Vorschläge zur farblichen Gestaltung der Lärmschutzwand auf der Südseite der Bahnstrecke vor.
Aus den etwa zehn Varianten in rot, blau, grau, braun und grün kristallisierte sich nach einigem Hin und Her folgende Lösung heraus:
- Im Abschnitt zwischen der Anzinger Straße und der vorhandenen Wand bei der Blumenstraße werden die beiden unteren Segmente grün, die anderen hellgrau. Dieser Abschnitt soll mit Kletterpflanzen bewachsen werden.
- Der (größere) Rest bis zur vorhandenen Wand am Neukirchner Weg wird durchgängig hellgrau und soll möglichst weitgehend mit bestellten (!) Graffitis aufgelockert werden.
- Im Bereich des ehemaligen Bahnübergangs Anzinger- und Bahnhofstraße sowie im Bahnhofsbereich sollen transparente Segmente für 'Durchblick' sorgen.
Nach dieser letzten Weichenstellung kann die Bahn AG jetzt also loslegen.